Der Wunsch nach jugendlicher Frische ist so alt wie die Menschheit selbst. Doch mit der Zeit hinterlässt das Leben sichtbare Spuren – besonders an der Haut, unserem größten Organ. Typische Anzeichen des Älterwerdens sind Falten, Trockenheit und der Verlust von Elastizität. Zusätzlich können sich bei vielen Menschen, insbesondere im Bereich der Augenlider, gelbliche, fetthaltige Ablagerungen bilden – sogenannte Xanthelasmen. Diese gutartigen Hautveränderungen sind medizinisch unbedenklich, werden jedoch oft als störend empfunden.
Die gute Nachricht: Dank moderner Behandlungsmethoden lassen sich Xanthelasmen heute schonend und nahezu schmerzfrei entfernen.
Xanthelasmen, häufig auch als Xanthome bezeichnet, gehören medizinisch zu den Lipid- oder Fettstoffwechselstörungen. Sie entstehen, wenn der Körper bestimmte Fette nicht richtig aufnehmen oder verarbeiten kann. Infolgedessen bilden sich kleine Fettablagerungen in der Haut. Warum diese bevorzugt im Bereich der Augen – insbesondere am Ober- und Unterlid sowie im augennahen Nasenwinkel – auftreten, ist bis heute nicht abschließend geklärt.
Wichtig zu wissen: Xanthelasmen sind weder ansteckend noch bösartig (kein Krebs). Die genauen Auslöser variieren, doch zu den häufigsten Ursachen zählen:
Wichtig zu wissen: Da Xanthelasmen in einigen Fällen auf eine ernsthafte Stoffwechselstörung hinweisen können, ist es ratsam, ärztlichen Rat einzuholen. Eine Untersuchung der Blutfettwerte, Blutzuckerwerte und Leberwerte hilft, mögliche zugrunde liegende Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls zu behandeln.
Obwohl Xanthelasmen medizinisch unbedenklich sind, empfinden viele Betroffene sie als störend und wünschen sich eine Entfernung. Je nach Größe, Tiefe und individuellen Hautmerkmalen stehen verschiedene Behandlungsmethoden zur Verfügung:
1. Laserbehandlung (KTP Laser)
Effektiv und schonend: Der Laser schmilzt die Hautveränderung ein oder trägt die betroffene Hautschicht präzise ab, ohne umliegendes Gewebe zu beschädigen.
Kaum Schmerzen: Die Behandlung erfolgt unter lokaler Betäubung oder unter – 30° Kaltluft.
Schnelle Heilung: Die Haut regeneriert sich in wenigen Tagen bis Wochen.
Geringes Risiko für Narbenbildung: Besonders bei flachen Xanthelasmen ist die Lasertherapie eine der besten Optionen.
2. Chirurgische Entfernung
Für größere Xanthelasmen besonders im Oberlidbereich geeignet: Die betroffenen Stellen werden in lokaler Betäubung operativ entfernt z.B. auch im Zuge einer Lidstraffung.
Weitgehend unauffällige Narbenbildung
Längere Heilungszeit als beim Laser: Die Narbe braucht einige Wochen, um abzuheilen.
3. Elektrokoagulation (Hochfrequenzstrom-Verfahren)
4. Kryotherapie (Vereisung mit flüssigem Stickstoff)
5. Chemische Peelings (z. B. Trichloressigsäure, TCA-Peeling)
Welche Methode ist die beste?
Die Wahl der optimalen Behandlung hängt von der Größe, Tiefe und Lage der Xanthelasmen sowie von individuellen Hautmerkmalen ab.
Da Xanthelasmen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit erneut auftreten können, ist es sinnvoll, mögliche Ursachen (z. B. erhöhte Blutfettwerte) medizinisch abzuklären und gegebenenfalls zu behandeln.
Für die meisten Patienten ist die Laser-Spot-Behandlung die bevorzugte Methode zur dauerhaften Entfernung von Xanthelasmen. Diese Technik ist kaum schmerzhaft und wird unter Kaltluft („starke Kühlung“ des Hautareals) oder lokaler Betäubung durchgeführt.
In den meisten Fällen sind mehrere Sitzungen im Abstand von einigen Wochen erforderlich, abhängig von der Größe und Tiefe der Ablagerungen.
Laserbehandlung auf einen Blick
Die folgenden Vorher-Nachher-Bilder zeigen das mögliche Ergebnis einer Xanthelasmen-Behandlung. Die Patientin litt unter ausgeprägten Cholesterineinlagerungen, die zunächst als inoperabel galten. Durch eine schrittweise Lasereinschmelzung der Xanthelasmen an den Ober und Unterlidern, konnte jedoch ein sehr gutes ästhetisches Ergebnis erzielt werden.

Eine Studie des Goldschleger Eye Institute am Sheba Medical Center in Israel untersuchte, ob Xanthelasmen mit erhöhten Blutfettwerten (Dyslipidämie) und einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung stehen.
Zentrale Erkenntnisse der Studie:
Eine Studie des Máxima Medical Center in den Niederlanden untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit der 532-nm KTP-Laserbehandlung bei Patienten mit Xanthelasma palpebrarum.
Zentrale Erkenntnisse der Studie:
Quelle: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27227474/